Der große Graben

„Lehrer und Nichtlehrer verstehen einander nicht mehr. Für die eigentlichen Hauptpersonen jeder Schulreform ist das verheerend: die Kinder.“

Ein Kommentar für den Falter von Sibylle Hamann

„Für wen ist die Schule da? Für die Kinder. Man muss diesen schlichten Satz grade zu Schulanfang wieder einmal klar und deutlich aussprechen, damit ihn niemand vergisst. …“

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„ins gelingen vertrauen“

so ein schöner grundsatz, der z.b. als einer von vier teilen das fraktal des sbw (haus des lernens) bildet. und so weit weg – fast konträr – zur wirklichkeit in der österreichischen schulwelt.

hier wird grundsätzlich mal misstraut. eltern, schülerInnen, lehrerInnen, direktorInnen, landeschulinspektorInnen, ministerialbeamte, beauftragte zur lehrerInnenbildung an ph´s und uni´s … die (schul-)hierarchie rauf und runter und quer durch. jeder misstraut jedem. unterstellt sich gegenseitig wahlweise bösartigkeit, inkompetenz, unwilligkeit sowie respektlosigkeit. die logische konsequenz: ständig muss alles und jedes kontrolliert und überprüft werden. jede fehlstunde muss mit ärztlichem attest bestätigt werden („könnte ja sein, dass eltern mit schülerinnen unter einer decke stecken …“), jede schulautonom vergebene maßnahme/stunde muss für die schulaufsicht (nomen est omen) lehrplanmäßig begründet und nachgewiesen werden („könnte ja sein, dass dort nichts sinnvolles gelehrt/gelernt wird …“), jede lehrerinnenfort- oder weiterbildungsmaßnahme muss monate bis jahre vorher einen enormen administrativen hürdenlauf absolvieren (auch hier: „könnte ja sein, dass dort nichts sinnvolles gelehrt/gelernt wird …“) …

diese traurige grundhaltung hat system und funktioniert auch systemverstärkend. dabei ist die dadurch hervorgerufene atmosphäre im miteinander alles andere als lernfreundlich. 

es braucht bei uns schon einiges an mut und konstruktiv-subversiver energie um „ins gelingen zu vertrauen“ – dennoch soll das kein freibrief für alle am system schule beteiligten sein, die hände in den schoß zu legen und abzuwarten. mit ein wenig übung kann man sich (auch in österreich) inseln eines gedeihlichen miteinander schaffen.

 

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B – wie Bildung

Die „Café Sonntag“-Glosse von Gerald Fleischhacker

„Kommen wir also zum Thema Bildung. Diesem Nahost-Konflikt der österreichischen Innenpolitik. Gegen die aktuellen Verhandlungen rund um das neue Lehrerdienstrecht kommt einem ja der Bau jeder neuen Siedlung im Gaza-Streifen vor wie ein Kindergeburtstag …“

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hach! :)

gestern erreichte mich mitten in den ferien über whatsapp eine entzückende nachricht einer meiner schülerinnen:
„musste letzte woche an sie denken, „bergname“ 1.2 😉 (noch) schöne ferien. lg, chiara“
beigefügt war ein tolles panoramafoto – aufgenommen auf einem meiner lieblingsberge.
 
dazu muss man wissen: chiara hat sich in meinen stunden während des vergangenen schuljahres einsatzmäßig eher vornehm zurückgehalten (vorsichtig formuliert 😉 ) als sie sich in der letzten schulwoche zu meinem angebotenen alternativprogramm angemeldet hat, war ich erstaunt – handelte es sich doch um eine herausfordernde wanderung. und es gab weitaus weniger anstrengende angebote, die zur auswahl standen. am tag der wanderung durfte ich chiara von einer ganz neuen seite kennenlernen – fröhlich, energiegeladen, engagiert, sogar mit einer gewissen leidensfähigkeit. sie war unter den drei schülerinnen, die es bis zum gipfel schafften – und war zu recht zufrieden und stolz auf ihre leistung. (auch etwas, das ich in der schule noch nicht bei ihr gesehen habe.)
anscheinend hat der tag/berg bei ihr einen so positiven eindruck hinterlassen, dass sie jetzt in den ferien nochmal auf diesem gipfel war.  was mich persönlich sehr freut.
noch mehr gefreut hat mich natürlich die nachricht übere whatsapp.
und am meisten freue ich mich auf die gemeinsame arbeit im neuen schuljahr – die sicher unter einem ganz anderen stern stehen wird, als letztes jahr.
 
kurz gefasst – zum baldigen ferienschluss – ein fröhliches: hach! 🙂
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alternative lehrmethode ;)

alternative lehrmethode ;)

ich könnte ja auch einfach bei meinen schülerinnen eine pausenbrot-steuer einführen 🙂

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warum ich die notenzeit so stressig finde…

weil die notengebung an der schule schon lang nichts mehr mit gutachten – im schönsten sinn des wortes – zu tun hat. selbst wenn in meinen stunden unterm jahr eine gewisse grundhaltung und gegenseitige achtung (durchaus auch bei den schülerinnen) spürbar ist, scheint in der notenzeit die allgemeine negative stimmung auf uns überzuschwappen:
die wunderbaren portfolios, die so schön die stärken der schülerinnen zeigen … die kompetenzraster, anhand der sie ihre entwicklungen im fachlichen und den überfachlichen bereichen sehen und auch anderen beweisen können … die wertschätzenden rückmeldungen, die sie (und ich von ihnen) erhalten haben … alles nur mehr schall & rauch. am jahresende zählt doch nur mehr eines: welche note im zeugnis steht. und um die wird dann gefeilscht, dass sogar erfahrene markthändler vor neid erblassen und klein beigeben würden.
den schülerinnen darf man ob ihrer verhandlungsweise nicht böse sein – sie geben nur den druck weiter, den sie über ihre eltern von der gesellschaft zu spüren bekommmen. wichtig ist nun mal nicht, was man gut kann, sondern ob man wohl in allen bereichen zumindest „genügend“ viel kann.
wenn aussortieren und einordnen in gruppen (ausgezeichnete schülerin, gute schülerin, nicht genügende schülerin …) meine bevorzugte tätigkeit wäre, wäre ich erbsenzählerin geworden. 😡
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87 Prozent aller Schüler leiden unter Schlafstörungen im Unterricht

… Trotzdem gelänge es 87 Prozent aller Schüler nicht, in der Schule zum ersehnten Schlaf zu finden – ob durch Anspannung, Notendruck oder zu laute und rücksichtslose Lehrer….

🙂

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