blogparade “reflektierende praktiker (lehrende und co)” – teil II

ich habe ja das große glück, nicht nur mit schülerinnen sondern auch mit lehrerinnen (in der fort- und weiterbildung) arbeiten zu dürfen. im letzten artikel ging es um die reflexion meiner eigenen arbeitsweise in der schule. hier möchte ich im zuge der blogparade kurz beschreiben, was ich in der lehrerinnenfort- und weiterbildung bezüglich reflexion er/lebe:

inhalt meiner seminare und lehrgänge ist meist kooperatives und/oder offenes lernen, individualisierung, kompetenzorientierung. und der inhalt ist gleichzeitig programm. handlungsorientierung kann eben nicht durch einen frontalvortrag erklärt werden. stattdessen stehen kooperative arbeit an einem entwicklungsprojekt, kollegiale beratung, reflexion im vordergrund. die lehrerinnenrolle, die eigene haltung, das zugrunde liegende menschenbild werden thematisiert. dabei stößt man bei teilnehmerinnen manchmal auf seltsame widerstände. zum beispiel muss man manche kolleginnen erst wieder vorsichtig an ein lernjournal heranführen, da sie es in der ausbildung an der uni richtig hassen gelernt haben. 😉 reflexion nur um des namens willen funktioniert nämlich nicht. und kann auch nicht von oben verordnet werden.

daher versuchen wir in der seminar- bzw. lehrgangsleitung ein gutes vorbild zu geben: die leitung erfolgt kooperativ. das seminarkonzept ist offen und bietet raum für individualisierungsmöglichkeiten. nach fast jedem halbtag werden sowohl inhalte als auch eingesetzte methode in der gruppe reflektiert. ganz besonders toll hat sich der einsatz eines „reflecting team“ (abgeleitet aus der systemischen therapie) bewährt: am ende jeden tages bespricht die seminar- bzw. lehrgangsleitung das programm, die gesammelten eindrücke, bemerkenswertes … gemeinsam mit einzelnen (freiwilligen) seminarteilnehmerinnen. das konzept hat uns so viele und wichtige erkenntnisse geliefert, dass ich mir den einsatz so eines reflecting team in einer schulklasse überlege. womit sich (zumindest für mich persönlich) eine schöne optimierungsspirale ergibt: neues in der schule ausprobieren, erfahrungen darüber in den seminaren austauschen bzw. die seminare diesbezüglich umorganisieren, und das hierbei gelernte wieder den schülerinnen zugute kommen lassen. 🙂 I love EDU

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2 Antworten zu blogparade “reflektierende praktiker (lehrende und co)” – teil II

  1. herrlarbig schreibt:

    Danke für die Fortsetzung!

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