es gibt eben solche lehrerInnen … und solche …

auf der einen seite: kollegInnen, die morgens an der schule per telefon vermelden, dass sie nicht zum unterricht kommen können, weil sie so schlecht geschlafen haben. lehrpersonen, die erst 2-3 tage nach den jeweiligen ferien in der schule ankommen, weil wahlweise der flug verspätet ist, das auto nicht funktioniert hat oder sonst irgendeine dämliche ausrede dafür herhalten muss, dass man eben den urlaub verlängert hat. manche sind wenigstens erfrischend ehrlich und hinterlassen bei der administration auf dem anrufbeantworter: „du, ich komme dann erst ende september, weil in den ersten zwei wochen läuft in der schule eh nix.“ (besagte kollegin war bald darauf in frühpension)

aber: da gibt es dann auch den kollegen, der am wochenende mit den schülerInnen ein soziales projekt durchführt. die kollegin, die sich mit fieber in die schule schleppt, um den schülerInnen noch die möglichkeit zu geben, sich vor notenschluss prüfen zu lassen. das lehrerteam, das in einem mehrwöchigen projekt den herkömmlichen unterricht zugunsten eines offenen, fächerübergreifenden unterrichts  in einer klasse vollkommen auflöst.

seltsamerweise sind es immer die selben.

kollegInnen, die man bei den teambesprechungen trifft, machen laufend fortbildungen, sind in der schulentwicklungsgruppe aktiv, betreuen verschiedenste projekte an der schule …

und auch die anderen bleiben unter sich. man trifft sich bei den kuraufenthalten, die natürlich unterm schuljahr stattfinden. bei den lehrerfortbildungen zum thema „weinverkostung“ oder „qi gong und entspannung für lehrerInnen“. und macht ansonsten dienst nach vorschrift.

nach zehn jahren im dienst frage ich mich ernsthaft, welche gruppe von lehrpersonen das system schule haben will. bezahlung nach dienstalter. zahnlose konsequenzen für dienstverfehlungen. zusätzlicher einsatz auf freiwilliger basis. ungedankt. ich glaube, ich habe meine antwort.

 

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5 Antworten zu es gibt eben solche lehrerInnen … und solche …

  1. murmel schreibt:

    Argghh! Ich platz gleich – Thema der Woche getroffen.
    Wenn
    – die Hälfte des (z.T. neuen) Fachkollegiums argumentiert, dass sie ja nun aus der Besprechung gehen könnten weil sie sich da eh nicht auskennen würden… (und es offensichtlich auch nicht lernen wollen)
    – verteilte Unterlagen nicht mal registriert/gelesen werden aber 4x in der Woche nach Erklärungen zu genau diesen Infos gefragt wird (natürlich in meinen Pausen)
    – von 12 fachbetroffenen Kollegen nur eine an einer Fortbildung interessiert ist und allein fährt, die anderen noch nicht mal Interesse zeigen – „Ist doch nachmittags und abends, da müsste ich ja erst noch in den Unterricht“
    – die einen sich bei der Projektplanung für nächste Woche über 10% mehr Anwesenheit aufregen während die anderen sich mit „selbstverständlich komme ich jeden Tag dazu, ist doch schließlich mein Fach“ eintragen.

    Wah, es ist Wochenende, ich brauch einen AUS-Schalter!

  2. Herr Rau schreibt:

    Bei mir so ähnlich. Die Kollegen sind wohl nicht ganz so schlimm, obwohl ich von immer mehr höre, die sich einen Tag korrekturfrei nehmen. Aber die Unzufriedenheit mit dem System Schule und den Lehrern, die es erzeugt, wächst bei mir gerade auch.

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